Mitmachen

Nun fahren Bürgerbusse ja (noch) nicht autonom, sondern es werden freiwillige Fahrer gebraucht!

Das ist ein  wichtiges Thema! Unser Vorhaben steht und fällt mit der Gewinnung ehrenamtlicher Fahrerinnen und Fahrer. Wir gehen davon aus, dass wir hier 25, besser 30 Freiwillige benötigen, damit die jeweilige Belastung der Ehrenamtler nicht zu groß wird. Natürlich würden wir uns sehr darüber freuen, wenn wir auch Sie als  Interessenten für den Fahrbetrieb  gewinnen könnten. 

Hierzu einige Informationen: 

Fahren eines Bürgerbusses 

Ein Bürgerbus ist immer ein Kleinbus mit acht Fahrgastplätzen und wird daher als Pkw angemeldet. Das bedeutet, dass ein solches Fahrzeug mit dem Führerschein der Klasse B (früher Klasse III) geführt werden kann. Für die Fahrgastbeförderung im Pkw ist eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung gemäß § 48 Absatz 1 Fahrerlaubnisverordnung erforderlich. Die Fahrerlaubnis wird von der Straßenverkehrsbehörde für fünf Jahre erteilt und kann jeweils wieder für fünf Jahre verlängert werden. 

Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung bekommt, wer

  • einen EU-Führerschein Klasse B besitzt (früher Klasse III). Er muss selbst beantragt werden. Der Verein übernimmt allerdings die Kosten. 
  • mindestens 21 Jahre alt ist und seinen Führerschein seit mindestens zwei Jahren besitzt,
  • seine körperliche Eignung sowie das ausreichende Sehvermögen nachweist und
  • mit einem polizeilichen Führungszeugnis seine persönliche Eignung nachweist.

Gesundheitsuntersuchung

Öffentliche Personenbeförderung ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit. Der Gesetzgeber fordert daher zu Recht einen Nachweis über die körperliche und geistige Eignung. Im Zusammenhang mit dem Antrag auf eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung oder bei der Verlängerung muss daher u.a. auch das Ergebnis einer eingehenden Gesundheitsuntersuchung durch den Betriebsarzt der Rheinbahn vorgelegt werden. 

Bei der ersten Beantragung der Fahrerlaubnis und bei der Verlängerung für Personen ab 60 Jahren ist zusätzlich zu der Untersuchung auf Erkrankungen ein Leistungs- und Reaktionstest erforderlich. 

Die Fahrerlaubnis wird für fünf Jahre erteilt oder verlängert, unabhängig vom Alter des Kandidaten oder der Untersuchungsart. Diese Gesundheitsuntersuchung muss bis 65 Jahre jeweils zur Verlängerung erneut vorgenommen werden, ab 65 Jahren jährlich. 

Die Untersuchungen werden vom Verein organisiert und terminiert. Die Kosten übernimmt der Verein. 

Weitere Hinweise können auf http://www.pro-buergerbus-nrw.de/index.php?id=gesundheitsuntersuchung abgerufen werden. 

Führungszeugnis

Das einfache Führungszeugnis wird beim Einwohnermeldeamt persönlich vom Fahrer beantragt und als Behördenführungszeugnis direkt vom Bundeszentralregister an die Straßenverkehrsbehörde geschickt, bei der die Fahrerlaubnis beantragt wird.
Seit Juni 2012 werden ehrenamtlich Tätige auf Antrag des Vereins von einer Gebühr befreit. 

Fahrzeit 

Wir planen mit Lenkungsdauern von 3 bis 4,5 Stunden. Nach einer Lenkdauer von 4,5 Std. ( 270 min. ) hat ein Fahrer eine ununterbrochene Fahrtunterbrechung von  wenigstens 45 Minuten einzulegen sofern er keine Ruhezeit einlegt. 

Versicherung 

Alle Bürgerbusfahrer sind berufsgenossenschaftlich unfallversichert. Das ist einer der Grundpfeiler, auf dem das ehrenamtliche Engagement der Bürgerbusler steht.

Die Bürgerbusfahrer werden über den Bürgerbusverein bei der zuständigen Berufsgenossenschaft angemeldet. Insgesamt werden die Bürgerbusfahrer versicherungsrechtlich den Berufsbusfahrern gleichgestellt. 
Über die gesetzliche Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft sind die Fahrertätigkeit und die Wege von und zur Tätigkeit versichert. Fahrzeugschäden sind über die übliche Haftpflicht abgedeckt. 
  
 Andere Vereinstätigkeiten sind u.a. durch die Landesunfallversicherung abgedeckt.

Wie planen wir das Fahren?

Rechtzeitig vor dem zu planenden Monat machen wir unter den Fahrerinnen und Fahrern eine Abfrage per Email. In einer Fahrerbesprechung werden dann die konkreten Fahrpläne vereinbart. Diese sollten von den Fahrerinnen und Fahrern natürlich eingehalten werden. Für Notfälle steht ein Ersatzfahrer zur Verfügung. 

Ansprechpartner 

Peter Nachtigall – Fahrdienstleiter 

Klaus Bartel – Geschäftsführer 

Wenn Sie Lust an dieser ehrenamtlichen Aufgabe haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf oder schreiben uns direkt an!

Email: fahrdienst@bürgerbus-mettmann.de 

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